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Statement und Stellungnahme der BAG Landesjugendämter für das dritte Hearing der Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt"

05.05.2026 BAG Landesjugendämter

BAG Landesjugendämter bringt Praxisperspektive in Expertenkommission ein

Am 10. März 2026 hat die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" ein Hearing zu Praxisperspektiven verschiedener Akteur:innen durchgeführt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter – im Hearing vertreten durch ihren 2. Vorsitzenden Gerald Häcker sowie Josephine Jahn (beide KVJS-Landesjugendamt Baden-Württemberg) – war daran mit einer schriftlichen Stellungnahme sowie einem mündlichen Eingangsstatement beteiligt und stellte sich den Fragen der Kommission bzw. dem fachlichen Diskurs.

Ziel der Beteiligung war es, die Perspektive der Kinder- und Jugendhilfe klar, gebündelt und praxisnah einzubringen. Grundlage waren zahlreiche fachliche Hinweise aus den Landesjugendämtern, die zusammengeführt und auf zentrale Aussagen verdichtet wurden.

Im Mittelpunkt standen die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe in Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien in digitalisierten Lebenswelten. Deutlich wurde dabei: Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt ist nicht allein eine technische oder medienpädagogische Aufgabe. Er ist eng mit dem Alltag junger Menschen verbunden und gehört damit auch zu den zentralen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter machte deutlich, dass die „Trias“ der Kinderrechte - Schutz, Befähigung und Teilhabe - zusammen gedacht werden müssen. Kinder und Jugendliche brauchen sichere digitale Räume, verlässliche Ansprechpersonen und Angebote, die sie stärken, statt sie nur vor Risiken zu warnen. Ebenso wichtig ist die Unterstützung von Eltern, Fachkräften und Trägern, damit sie digitale Entwicklungen einordnen und junge Menschen kompetent begleiten können.

Mit ihrer Beteiligung an dem Hearing hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter die Erfahrungen und Einschätzungen der Landesjugendämter in den bundesweiten Fachdiskurs eingebracht. Die schriftliche Stellungnahme und das mündliche Eingangsstatement sind im Folgenden verlinkt.