Projekt DiKoJu: Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe – BAG Landesjugendämter ist aktiver Projektpartner
Breit angelegtes Projekt zur Unterstützung der Fachpraxis
Digitale Medien spielen in der Kinder- und Jugendhilfe eine große Rolle – ob als Alltagsmedien in Form von Social Media oder im Rahmen von Fachsoftwareanwendungen, beispielsweise in der Diagnostik und Falladministration.
Allerdings ist die Qualität fachlichen Handelns im Kontext der digitalen Transformation in einem der größten Berufsfelder der Bundesrepublik nicht wissenschaftlich untersucht. Diese Lücke will das Verbundprojekt “Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe” (kurz: DiKoJu) der Universität zu Köln und der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) schließen und vor allem praxisnahe Lösungen für die Kompetenzentwicklung von Fachkräften erarbeiten. Es wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
Die BAG Landesjugendämter begrüßt es sehr, dass das Verbundprojekt die Erforschung der Digitalisierungsentwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der handlungsfeldübergreifenden und -spezifischen Kompetenz- und Qualifizierungsbedarfe fokussiert. Insbesondere die angestrebte Entwicklung von Kompetenzprofilen und Qualifizierungsmodulen im Hinblick auf fachliche Standards und pädagogische Anforderungen ist für die Landesjugendämter interessant.
Die BAG Landesjugendämter bringt sich daher als Praxispartnerin aktiv in den Forschungs- und Transferprozess des Verbundvorhabens ein, unterstützt die praxisbezogene Entwicklung, Erprobung und Validierung der Kompetenzprofile und Qualifikationsmodule und wirkt aktiv im Fachbeirat des Projektes mit. So ist die BAG Landesjugendämter durch Grit Hradetzky (ZBFS Bayerisches Landesjugendamt) und Josephine Jahn (KVJS-Landesjugendamt Baden-Württemberg) im Fachbeirat des Projektes vertreten. Durch diesen Fachbeirat wird die fachliche Begleitung und Beratung des Vorhabens ermöglicht. Das Gremium setzt sich insgesamt aus 22 Expert:innen der bundesweiten Kinder- und Jugendhilfepraxis sowie Personen mit Digitalisierungsexpertise zusammen. So wird sichergestellt, dass die Bedarfe, Rahmenbedingungen und Anforderungen der Praxis kontinuierlich im Projektverlauf einbezogen werden.
Autorin: Josephine Jahn